LTG Story 2

Fortsetzung der LTG-Story

Mittlerweile sind fast 4 Jahre vergangen, seit dem ich erstmals über unsere Truppe geschrieben habe und wir haben seitdem so manches feuchtes Fest überstanden.

Auf unserer diesjährigen LTG-First-Tour am ersten Samstag des neuen Jahres,  sprach mich Harpo ( wer sonst ?? ) an, und erinnerte mich an die letzten Worte der LTG-Story. Ich hatte nämlich dummerweise geschrieben: Forstsetzung folgt ???

Also, was bleibt mir nun anderes übrig, als zu schreiben.

Doch erst einmal der Reihe nach und das Gute vor weg: Die Schützengesellschaft hatte 2004 einen neuen Vorstand gefunden, der die Arbeit weiterführt und so konnten wir auch im Jahr 2005 unser traditionelles Schützenfest über die Pfingsttage feiern.

Natürlich haben wir uns für den zweiten Umzugstag am Pfingstsonntag wieder etwas einfallen lassen.

Da wir 2005 unser 20-jähriges Jubiläum hatten, kam von Volker der Vorschlag, dass wir nicht alle die gleichen Kostüme tragen, sondern jeweils Zwei von uns sollten sich so kleiden, wie wir an den letzten 10 Schützenfesten aufgelaufen waren.

Diese Idee war gut und wurde auch umgesetzt.

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Selbstverständlich unternehmen wir auch weiterhin zwischen den Schützenfesten unsere Fahrten und feiern diverse Feten.

Ich möchte an dieser Stelle nicht in Einzelheiten von jedem runden Geburtstag, von jeder Pinkelparty, von Hauseinweihungsfesten oder von Silberhochzeitsfeiern ( ja, es gibt auch ältere Semester unter uns ), die in den letzten Jahren gefeiert wurden, berichten, das würde sicherlich den Rahmen sprengen und einigen Lesern würde das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Von den großen, mehrtägigen und von den kleinen Veranstaltungen der letzten Jahre sind für interessierte Besucher auf unser Web-Seite entsprechende Fotos sehen.

Doch auf zwei Unternehmungen möchte ich ein wenig näher eingehen:

 So haben wir 2005 eine 4-tägige Fahrradtour auf dem Weserradweg unternommen. Von Brakelsiek nach Bremen , nach dem Motto: „Großer Gang und Kette stramm“, wurden die 360 km abgeradelt.

Selbstverständlich wurde auch vorher fleißig trainiert und so mancher Kilometer hier in Lippe zurückgelegt. Die Trainingseinheiten wirken übrigens bis heute nach, denn einige von uns fahren heute noch regelmäßig ( nicht nur bei schönem Wetter ) einmal in der Woche ihre 40 bis 50 km, nur so zum Spaß und natürlich für die Gesundheit.  Allerdings nicht ohne nach der Tour noch so einige Bierchen und 2- 4 Wacholder gemeinsam zu genießen.

Am ersten Tag fuhren wir dann mit der Bahn nach Hameln und von dort dann in 4-Tagesetappen nach Bremen. So wie mir anschließend berichtet wurde, gab es auf der Fahrt keine Komplikationen, keiner schwächelte und alle sind mehr oder weniger entspannt, aber um einige Kilo leichter,  am Zielort angekommen.

Von Bremen ging es dann mit einem Bus wieder zurück in die lippische Heimat, aber nicht ohne in Bremen die gelungene Fahrt ordentlich zu begießen.

Ich kann leider über die Fahrt nicht viel schreiben, da ich selber nicht teilgenommen habe. Nicht, weil ich kein Fahrrad fahren kann, sondern zu der Zeit befand ich mich mit meiner Frau auf Silberhochzeitsreise.

Im letzten Jahr haben wir mal etwas ganz anderes unternommen und sind ins Ausland gefahren. Tja, wir Lipper sind eben auch weltoffen und trauen uns auch mal aus Lippe raus. Wir wollten segeln Also ging der Ausflug in das schöne Holland. Dort gibt es nicht nur schöne Mejsjes und ein anderes Bier ( an das man sich allerdings gewöhnen musste ), sondern auch viel Wasser.

Und dafür ist das friesische Ijsselmeer besonders gut geeignet. Ein Anbieter war über das Internet schnell gefunden und das Schiff war mit 16 Schlafplätzen für uns wie gebaut. Die meisten Schiffe, die man dort buchen kann, sind umgebaute Plattbodenschiffe, die früher als Lastensegler auf dem Meer unterwegs waren.

Es gibt sie in jeder Größe und Ausstattung. Für uns aber war ausschlaggebend, dass in der Kombüse eine Zapfanlage eingebaut war und es 2 Duschen und 2 Toiletten an Bord gab.

 

Da drei von uns von vornherein auf eine Teilnahme verzichtet hatten ( alte Landratten und nicht ganz seefest ), wurden 3 Gäste ( Friedrich, Norbert und Tommy ) eingeladen, uns auf der großen Fahrt zu begleiten.

Segeltörn - LTG 005
Segeltörn - LTG 001a

 Es wurden 2 Bullys  angemietet und am Freitagmittag ging es dann über die A 30 Richtung Westen. Selbstverständlich hatten wir für die lange Reise zusätzlichen Sprit gebunkert, denn so eine lange Fahrt macht durstig.

Doch hielt die Verpflegung nicht bis ins Ziel. So mussten wir gleich hinter der Grenze in Emmen eine Zwischenlandung machen und nachtanken. Dort wurde in einem Supermarkt alles was es an Dosenbier gab, aufgekauft. Egal, ob es Heineken oder Amstel war, alles kam in den Einkaufswagen. Als wir wieder Richtung Ijsselmeer weiterfuhren, mussten die Regale sicherlich wieder aufgefüllt werden.

Kurz von der Ankunft schoss Phillip Lahm auch noch das erste Tor der Fußballweltmeisterschaft gegen Saudi-Arabien und wir hatten wieder einen Grund anzustoßen.

Nachdem wir in Lemmer nach einer ausführlichen Suche endlich unser Schiff gefunden hatten, wurden die 4-Mann Kabinen verteilt. Anschließend wurden wir von Jan, dem Schiffseigner und Kapitän, sowie von seinem 1. Offizier Gerald vergattert.

Während der Fahrt kein ( übermäßiger )Alkohol und keine Frauen an Bord. Mit der zweiten Vorschrift konnten wir ja leben, aber die erste war ziemlich hart für uns. Aber dann mussten wir  wieder in den Supermarkt um die Ecke, um „ein wenig“ Dosenbier nachzubunkern, denn die Luft am Meer ist sehr trocken und salzhaltig.

Segeltörn - LTG 047a
Segeltörn - LTG 014a

Nach einer ruhigen, aber feuchten Nacht im Hafen, ging es am Samstagmorgen um 10 Uhr los aufs Meer. Wir hatten trockenes Wetter und eine ruhige See und haben die Überfahrt nach Enkhuisen genossen.

Auf der anderen Seite wurde dann erstmal die schöne Stadt besichtigt. Ich finde, Enkhuizen ist eine der schönsten Städte am Iijselmeer und wird deshalb wohl von vielen Schiffen angelaufen. Und wieder haben wir uns bis spät in der Nacht alle Mühe gegeben, das holländische Bier zu reduzieren und dafür gesorgt, dass die Kneipen ordentlich Umsatz machen konnten.

Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht auf dem Schiff- die meisten von uns haben auf dem Deck geschnarcht, weil es unten so heiß und laut war- liefen wir nach dem Frühstück wieder Richtung Lemmer aus. Das Wetter war am Sonntag noch besser und es kam auch mehr Wind auf, sodass wir gegen 15.00 Uhr wieder im Heimathafen einliefen.

Da wir noch Zeit hatten, wurde auf dem Deck ein Fernseher aufgestellt, und wir haben uns gemeinsam mit Jan und Gerald das WM-Spiel Holland gegen“ ich weiß nicht mehr“  angesehen. Da wir freundliche Gäste waren, hatten wir unsere orange-farbigen T-Shirt angezogen und die holländische Mannschaft wurde ordentliche unterstützt  ( ich glaube, die Holländer haben das Spiel sogar gewonnen ).

Segeltörn - LTG 076a
Segeltörn - LTG 110a
So gegen 17 Uhr haben wir uns dann auf die Rückreise gemacht. Die verlief allerdings ein wenig ruhiger als die Hinfahrt und wir sind dann müde und  zufrieden wieder im Heimathafen Lippe gelandet.

So, dass sollte erst einmal reichen. Ihr könnt euch gerne die Bilder von unseren beiden Fahrten im Internet ansehen und neidisch werden.

Das nächste Schützenfest steht bald vor der Tür und wir haben auch schon Vorbereitungen für unseren Auftritt getroffen. Nach dem Pfingstfest 2007 werden wir die Bilder auf der Web-Seite veröffentlichen.

Bis dann.